Weidekonzepte Kanton Graubünden (seit 2006)

Die Bewirtschaftung von artenreichen Flachmooren und Trockenweiden wird im Kanton Graubünden mit Naturschutzbeiträgen unterstützt. Damit soll sichergestellt werden, dass diese Flächen aus Sicht des Naturschutzes optimal beweidet werden und die Nutzung auch in Zukunft gewährleistet ist.

Auf Alpen und Allmenden wird für den Bezug von Naturschutzbeiträgen vorausgesetzt, dass ein Weidekonzept erstellt wird. Das Weidekonzept wird in Zusammenarbeit mit den Bewirtschaftern sowie den zuständigen Vertretern aus Forst, Wildhut sowie Gemeinden erarbeitet. Als Grundlage für das Konzept wird eine detaillierte Vegetationskartierung durchgeführt. Die Erfassung der artenreichen Grün- und Streueflächen im Sömmerungsgebiet gemäss Direktzahlungsverordnung ist ebenfalls Teil des Auftrags. Im Konzept wird die Bewirtschaftung der Weiden geregelt und es werden Aufwertungs- und Pflegemassnahmen festgelegt.

Momentan werden Weidekonzepte für die Allmenden der Gemeinde Tamins sowie für die Allmenden und Alpen der Gemeinden Schiers und Luzein erarbeitet. Weiter hat oekoskop Weidekonzepte für die Alp San Romerio (Gemeinde Brusio), für die Allmend Brienz (Gemeinde Brienz/Brinzauls), für die Alp Bual (Gemeinde Lenz/Lantsch) und für die Allmenden Muntatsch und Runcahöhe (Gemeinde Flims) verfasst. In Flims wurde das Weidekonzept im Auftrag der „Weissen Arena Bergbahnen AG“ als Ersatzmassnahme für die Verlegung der Skipiste Stretg erarbeitet.

Auftraggeber: Kanton Graubünden, Amt für Natur und Umwelt, Josef Hartmann und Justine Eberherr; Weisse Arena Bergbahnen AG, Martin Hug (Flims)
Projektleitung: Monika Martin, Regina Jöhl; Mitarbeit: Maya Senn